Gesundheitsberichterstattung

Gesundheitsberichterstattung (kurz: GBE), veraltet auch Medizinalstatistik[1] genannt, dient der Information von Politik, Wissenschaft, Akteuren des Gesundheitssystems und der interessierten Öffentlichkeit. Die Gesundheitsberichterstattung stellt gesundheitlich relevante Aspekte, die häufig einen Bevölkerungsbezug oder einen regionalen Bezug haben, dar und interpretiert sie. Zu den zentralen Aspektes der Gesundheitsberichterstattung zählen zum Beispiel:

Die Datenquellen der Gesundheitsberichterstattung sind im Wesentlichen die amtliche Statistik, die Statistiken der Akteure des Gesundheitssystems (Krankenkassen, Kassenärztliche Vereinigungen, Ärztekammern etc.) und Befragungen oder andere Erhebungen.

Wegen starker Interdependenzen der Gesundheit und gesundheitlicher Verhaltensweisen mit der sozialen Lage werden auch sozialstrukturelle Daten in die Gesundheitsberichterstattung aufgenommen, soweit sie einen Beitrag zur Erklärung gesundheitlicher Phänomene leisten können. Unter dem Paradigma einer umfassenden Definition von Gesundheit ist eine strikte Trennung von Sozial- und Gesundheitsberichterstattung nicht sinnvoll.

  1. Manfred Stürzbecher: Medizinalstatistik. In: Werner E. Gerabek, Bernhard D. Haage, Gundolf Keil, Wolfgang Wegner (Hrsg.): Enzyklopädie Medizingeschichte. De Gruyter, Berlin/New York 2005, ISBN 3-11-015714-4, S. 950.

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