Hyundai KIA R

Hyundai/KIA
R
Hersteller: Hyundai / KIA
Produktionszeitraum: 2009-heute
Bauform: Reihenvierzylinder
Motoren: 2,0 L (1995 cm³)
2,2 L (2199 cm³)
Zylinder-Zündfolge: 1-3-4-2
Vorgängermodell: Hyundai KIA D
Nachfolgemodell: keines
Ähnliche Modelle: keines

Bei der Baureihe R handelt es sich um Vierzylinder-Dieselmotoren mit Direkteinspritzung, Turbolader, zwei obenliegenden Nockenwellen (DOHC), und vier Ventilen pro Zylinder.[1] Die Motoren werden in Südkorea gefertigt.[2]

Die R-Motoren gehören zur vierten vollständig selbstentwickelten Vierzylinder-PKW-Dieselreihe des Konzerns nach A-, J- und U-Reihe.

Motorblock und Zylinderkopf bestehen aus Aluminium, dessen Vibrationsneigung zusammen mit der hubraumbedingten Kolbengröße und somit -masse eine Ausgleichswelle nötig macht. Diese läuft gegenläufig zur Kurbelwelle und reduziert so Geräusche, deren Ursache Energieverluste im einstelligen PS-Bereich wären, die so ebenfalls vermieden werden. Untergebracht ist die Welle im Kurbelwellengehäuse, dessen integrierter Leiterrahmen nochmals Vibrationen minimiert.

Das Zylindermaß startet mit einer Bohrung von 84 mm und einem Hub von 90 mm, die für die größere Variante auf 84,5 und 96 mm vergrößert werden. Gewicht und Leerlaufdrehzahl wurden bislang nicht veröffentlicht.

Die Nockenwellen werden von der Kurbelwelle mittels wartungsfreier Steuerkette, die Nebenaggregate von einem Serpentinenriemen angetrieben. Dessen Inspektions- und Tauschintervalle sind im Handbuch vermerkt.

Die Ventile werden über Rollenschlepphebel betätigt, die wie eine Wippe agieren. Auf deren Scheitelpunkt liegt der Nocken an. Während seiner Umdrehung drückt er eine Seite und damit das Ventil nach unten, während auf der anderen der mittels eingebauter Feder sich streckende Hydrostößel immer bündig anliegt.[3] Diese Form des Ventilspielausgleichs ist wartungsfrei, selbst eine Inspektion ist im Wartungsplan nicht vorgesehen.[4] Eine Abnutzung würde sich durch ein Tickgeräusch mitteilen.

Zur schnelleren Erwärmung des Innenraumes besitzen Fahrzeuge mit R-Motoren einen elektrischen Zuheizer (PTC). Dieser ist im Luftstrom angebracht und erwärmt ihn bedarfsgerecht über einen elektrischen Widerstand. Damit wird eine deutlich schnellere Erwärmung erreicht, als ein Dieselmotor sie allein oder mit Zuheizer für den Kühlwasserkreislauf leisten könnte. Ein solcher Kühlwasser-Zuheizer hat allerdings den Vorteil, wesentlicher Bestandteil einer Standheizung zu sein, welche damit kostengünstig nachgerüstet werden könnte. Der verbaute, elektrische Zuheizer erfordert hingegen einen kompletten Standheizungssatz.

  1. Bauweise des Motors
  2. Start der Fertigung
  3. Vgl. Abbildungen Ventil geschlossen (Memento vom 16. Juli 2014 im Internet Archive), Ventil geöffnet (Memento vom 21. Februar 2014 im Internet Archive)
  4. S. 28 Ventilbetätigung der R-Motoren (Memento vom 22. Februar 2014 im Internet Archive)

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