Magerung

Frühneolithische Scherbe mit Abdrücken organischer Magerung

Die Magerung ist in der Keramikherstellung (Töpferei) eine Technik, mit der zu fette Tone mit mineralischen oder organischen Zuschlagstoffen vermischt werden, zum Beispiel Sand oder gemahlenem Scherben (Schamott). Dies ist vor allem für handgemachte Keramik wichtig. Durch eine entsprechende Magerung wird die Plastizität des Tones reduziert, er wird dadurch weniger zäh und klebrig, und für den Gefäßaufbau standfester. Während des Trocknungsprozesses stützt die Magerung die durch Wasserabgabe schrumpfende Tonmasse und reduziert die Rissneigung. Die Zuschläge bewirken beim Brand eine bessere Temperaturverteilung innerhalb des Brenngutes. Bei dem fertig gebrannten Scherben können je nach Art und Menge der zuvor eingesetzten Magerung verschiedene physikalische und mechanische Eigenschaften wie zum Beispiel Temperaturunempfindlichkeit, Wasseraufnahmefähigkeit, Dichte und Härte beeinflusst werden.[1]

  1. Ruth Löffler: Magerungstechniken im Neolithikum unter besonderer Berücksichtigung des westlichen und südlichen Deutschland. Universität zu Köln, Köln 1987 (uni-heidelberg.de [abgerufen am 27. Februar 2019] Magisterarbeit, betreut von Wolfgang Taute).

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