NATO Operation „Baltic Sentry“ | |
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Einsatzgebiet | Ostseeraum |
Deutsche Bezeichnung | Operation Baltic Sentry (Operation Baltische Wache) |
Englische Bezeichnung | Operation Baltic Sentry |
Art der Mission | enhanced Vigilant Activity/Aktivitäten erhöhter Wachsamkeit |
Beginn | Angekündigt am 14. Januar 2025 |
Status | in Vorbereitung |
Leitung | JFC Brunssum für das ACO |
Militär aus | NATO bzw. Ostseeanrainerstaaten |
Kartenübersicht | ![]() |
Die Operation Baltic Sentry (Engl. für: Baltische Wache) ist eine am 14. Januar 2025 angekündigte NATO-Operation in der Ostsee. Sie wurde im Rahmen eines Gipfeltreffen der NATO-Ostseestaaten in Helsinki, Finnland, verkündet. Sie ist eine direkte Reaktion auf wiederholte Angriffe bzw. Beschädigungen von alliierter kritischer Infrastruktur (kurz KRITIS) unter Wasser, wie beispielsweise die Beschädigung eines Datenkabels zwischen Finnland und Estland am 25. Dezember 2024, welche von westlichen Regierungen der russischen Schattenflotte zugerechnet werden. Die Operation wird als Teil der NATO enhanced Vigilant Activities (kurz eVA) stattfinden, welche das Ziel haben die Nord- und Ostflanken des Bündnisses zu sichern, und unter dem Kommando des Joint Forces Command Brunssum (JFCB) stehen, welches dies wiederum für das Allied Command Operations (ACO) wahrnimmt[1].
Bereits am 6. Januar 2025 wurde das System Nordic Warden durch die vom Vereinigten Königreich geführte Joint Expeditionary Force (JEF) aktiviert. Das KI-System hat die Funktion, die russische Schattenflotte sowie andere Schiffe in der Ost- und Nordsee sowie dem Ärmelkanal zu überwachen. Es wird vom Strategic Command der britischen Streitkräfte in Northwood aus geführt.[2]
Deutschland stellt voraussichtlich (Stand 15. Januar 2025) Kapazitäten der Marine (Korvetten/Fregatten/Minenjagdboote, Helikopter, Seefernaufklärer bzw. Maritime Patrol Aircraft, Seebataillon) und möglicherweise der Luftwaffe (die im Rahmen des Air Policing Baltikum ins Baltikum entsendet wurden) sowie des Cyber- und Informationsraum (kurz CIR). Dazu soll der neue Commander Task Force Baltic Aufgaben der Führung und Organisation übernehmen, während das Operative Führungskommando der Bundeswehr die operative Planung und Koordination übernehmen soll.[3]