Biathlon bei den Olympischen Winterspielen 1964 | |
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Information | |
Austragungsort | Seefeld in Tirol |
Wettkampfstätte | Olympiaregion Seefeld |
Nationen | 14 |
Athleten | 51 (51 ) |
Datum | 4. Februar 1964 |
Entscheidungen | 1 |
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Bei den IX. Olympischen Spielen 1964 in Innsbruck wurde zum zweiten Mal ein Wettbewerb im Biathlon (offizieller Name: Moderner Winterbiathlon) ausgetragen.
Die Wettkämpfe fanden am 4. Februar in der nahe Innsbruck gelegenen Gemeinde Seefeld in Tirol auf einer Strecke statt, deren Maximalhöhe von 1356 Metern ü. M. nach neun Kilometern erreicht war. Die Gesamtsteigung betrug 792 Meter, der längste Anstieg ohne Unterbrechung führte 96 Meter bergauf. Wie schon 1960 wurde nur ein Biathlonrennen ausgetragen, der 20-Kilometer-Einzelwettkampf der Männer. In diesem gelang den Athleten der Sowjetunion ein Doppelsieg: Wladimir Melanin triumphierte vor Alexander Priwalow.
Als olympische Sportart wurde Biathlon sowohl vor als auch nach den Olympischen Spielen kontrovers diskutiert. Besonders kritisiert wurde, dass ein Fehlschuss mit zwei Strafminuten im Laufen kaum ausgeglichen werden konnte. Dadurch hatten die guten Schützen nach der Meinung vieler Beobachter einen deutlichen Vorteil gegenüber den besten Läufern. Dagegen fiel die Rückschau des Veranstalters sehr positiv aus, insbesondere weil die Zuschauerzahl deutlich höher war als bei der Olympiapremiere der Disziplin im Jahr 1960.