Die Nivologie (von lateinisch nix ‚Schnee‘, Genitiv: nivis), Schneekunde[1] oder Schneeforschung ist eine Teildisziplin[2] der Glaziologie und befasst sich mit der Entstehung von Schnee und Eis, deren Verteilung und den Prozessen, die die Veränderung von Schneedecken beeinflussen. Wissenschaftler verbessern die Vorhersage von Schneestürmen, untersuchen die Beschaffenheit fallenden und liegenden Schnees sowie die Auswirkungen des Schneefalls auf das Klima, die Gletscher und die Wasserversorgung weltweit. Untersuchungen umfassen die physikalischen Eigenschaften des sich verändernden Materials, Masse und Volumen der Schneedecken an Ort und Stelle und die Gesamteigenschaften von Regionen mit Schneedecken. Dabei setzen sie sowohl physikalische Messverfahren vor Ort als auch Fernerkundungsverfahren und Simulationen ein, um das Verständnis für schneebezogene Prozesse in großen Gebieten zu entwickeln.[3]