Siderophore

Stäbchenmodell von Carboxymycobactin T mit Eisenion, nach PDB 1X8U.
Strukturformel der Myxocheline.
Komplexausschnitt mit Catecholin und Eisen(III)
Strukturformel von Enterobactin.

Die Siderophore (gr. Eisenträger) sind eine Stoffgruppe von rund 200 eisenbindenden niedermolekularen Verbindungen und Oligopeptiden, die von aeroben Bakterien, Pilzen und Pflanzenwurzeln gebildet und in das umgebende Medium ausgeschieden werden. Nach der Komplexierung der Eisen-Ionen werden die beladenen Siderophore von den Zellen der Produzenten über spezifische Transportsysteme wieder aufgenommen. Eine Besonderheit der Siderophore ist ihre geringe molare Masse von 300 bis 2.000 Dalton. Manche Pflanzen bilden ebenfalls Eisen komplexierende Substanzen. Diese werden Phytosiderophore genannt.[1]

  1. S. M. Kraemer, D. E. Crowley, R. Kretzschmar: Geochemical Aspects of Phytosiderophore‐Promoted Iron Acquisition by Plants. In: Advances in Agronomy. Band 91. Academic Press, 2006, S. 1–46, doi:10.1016/S0065-2113(06)91001-3.

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