Das Te Deum von Marc-Antoine Charpentier in D-Dur (H. 146) ist das bekannteste Werk des französischen Komponisten. Es ist ein Grand Motet, eine Sonderform der Motette für Soli, Chor und Orchester, die am Hof von Ludwig XIV. entwickelt wurde. Charpentier komponierte dieses Te Deum gegen Ende des 17. Jahrhunderts, als er Kapellmeister an der Kirche Saint-Louis der Jesuiten in Paris war, wahrscheinlich zur Feier der Schlacht bei Steenkerke vom 3. August 1692,[1] oder auch anlässlich des Vertrags von Turin 1696.[2]
Charpentier hat den Text des Te Deum vermutlich sechsmal vertont. Erhalten sind vier Kompositionen, neben H. 146 sind dies H. 145 für acht Stimmen sowie H. 147 und H. 148, jeweils für vier Stimmen. H. 146 ist allerdings Charpentiers einziges Te Deum mit Pauken und Trompeten.[3] Seine Bekanntheit verdankt es der Tatsache, dass die ersten acht Takte des Präludiums als Erkennungsmelodie der Eurovision verwendet werden.